Ursprung

Der Border Terrier ist eine vom FCI anerkannte hochläufige Terrier-Rasse. Die offizielle Zucht begann Anfang des 20. Jahrhunderts.

Seine Herkunft liegt im Grenzgebiet zwischen Schottland und England, im Bereich der Cheviot Hills. Dort wurden bereits im 18.Jahrhundert Border Terrier gezüchtet und zur Jagd verwendet. Border wurden vornehmlich zur Baujagd auf Füchse eingesetzt.

Durch ihre Leichtführigkeit und den bemerkenswerten Geruchssinn sind Borders auch heute noch hervorragende Jagdbegleiter. Border Terrier sind zwar in Deutschland noch nicht als Jagdgebrauchshunde anerkannt, jedoch gibt es durch Vereinbarungen mit dem Jagdgebrauchshundevband  e.V. (JGHV) die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen jagdliche Prüfungen abzulegen.

 

 

 

Rassebeschreibung

Charakter

Der Border Terrier ist ein robuster und temperamentvoller Arbeitshund. Er ist ein intelligenter und sehr agiler Terrier mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Sein Wesen ist stets freundlich und gutmütig. Borders sind in hohem Maße lernfreudig und anpassungsfähig. Daher eignet sich der Border nicht nur als treuer Jagdhund, sondern ist auch ein hervorragender Familienhund. Wichtig ist, dass er ausreichend geistig und körperlich gefordert wird.

 

Aussehen

Border Terrier sind kleine Hunde mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von ca. 25-35cm. Typisch für den Border ist seine Kopfform, die der eines Otters ähneln soll. Der Körper ist gut proportioniert mit geradem, kräftigem Rücken. Die genaue Beschreibung, wie der "perfekte" Border Terrier auszusehen hat, kann in den Rassestandards des FCI nachgeschaut werden.

Trimmen/Pflege

Das Fell des Borders ist rau und harsch. Es gibt drei verschiedene Fellfarben: grizzle and tan / blue and tan / red.

Das Fell wird getrimmt, d.h. es wird mit der Hand oder mit speziellen Hilfsmittel abgezupft. Dabei werden die "reifen", langen Haare des rauen Deckhaars entfernt. Die weiche, wärmende Unterwolle bleibt erhalten. Das harsche Deckhaar wird mit der Zeit immer länger und schiebt sich von unten schichtweise nach. Damit das Deckhaar seine schützende und wasserabweisende Funktion erfüllen und eine gesunde Hautbarriere erhalten bleiben kann, muss das "alte" Deckhaar regelmäßig entfernt werden. Das Fell darf nicht mit einem Rasierer oder einer Schermaschine geschnitten/gekürzt werden. Dadurch würde die Struktur des Fells zerstört werden und seine Schutzfunktion ginge verloren. Das Trimmen sollte mindestens 4x/Jahr erfolgen für ein schönes und gesundes Fell. Wenn das Haarkleid in einer Ausstellungskondition bleiben soll, trimmt man alle 5-8 Wo, so steht der Hund im s.g. rolling coat.

Zur Pflege des Hundes gehört selbstverständlich auch eine regelmäßige Kontrolle und ggf. Reinigung der Körperöffnungen und das Kürzen der Krallen.

Es ist sehr zu empfehlen, dem Hund täglich, mit einer für Hunde vorgesehenen Zahnpasta, die Zähne zu putzen. Dies beugt nicht nur Mundgeruch vor, sondern schützt die Zähne vor gesundheitsschädlichem Zahnstein und Zahnerkrankungen. 

Beschäftigung

Border Terrier müssen vernünftig physisch und psychisch beschäftigt werden. Reine Spaziergänge, auch wenn sie über mehrere Stunden gehen, lasten den Hund nicht adäquat aus. Die Hunde müssen auch geistig arbeiten. Am besten eignen sich Aufgaben, bei denen die Nase bzw. der Geruchssinn zum Einsatz kommen. Die Jagd ist natürlich perfekt geeignet, da diese Rasse dafür "gemacht" ist. Wer seinen Border Terrier nicht jagdlich führen möchte, kann ihn dennoch wunderbar auslasten mit Jagdersatzmöglichkeiten, wie z.B. Fährten/Schleppfährten auslegen und Dummyarbeit/Apportieren. Auch Mantrailing bietet sich hierfür fabelhaft an. Zudem macht der Border als Reitbegleiter eine gute Figur. Das Erlernen von Tricks und neuen Kommandos macht fast jedem Terrier viel Spaß. Natürlich kann man auch diverse Hundesportarten, die angeboten werden, betreiben. Man sollte nur aufpassen, dass man den Hund nicht zu sehr "aufkratzt". Ein Klassiker ist der typische "Balljunkie", bei dem der Hund nur noch das Ballspielen im Kopf hat und total überdreht ist. Gerade Terrier neigen zu so einem Verhalten und können Schwierigkeiten haben, abzuschalten und "runter zu kommen". Natürlich darf man auch mit einem Terrier Ballspielen oder Agility machen, jedoch muss man den individuellen Charakter des Hundes berücksichtigen und  ggf. auch das "Zur-Ruhe-Kommen" trainieren. Ebenfalls ist das Training von Impulskontrolle ein ganz wichtiges Thema in der Hundeerziehung, vor allem für Terrier.

Gesundheit

Border Terrier können Krankheiten und Parasiten, wie alle anderen Hunde bekommen. Daher sind regelmäßige Impfungen und Parasitenprophylaxe sehr wichtig.

Es gibt zwei Erkrankungen, die speziell Border Terrier betreffen können:

Paroxysmale gluten-sensitive Dyskinesie (PGSD)

Die PGSD ist eine Erkrankung, bei der es zu anfallsartigen Bewegungsstörungen kommt, die nicht mit Bewusstseinseintrübung einhergeht, wie es beispielsweise bei einem klassischen epileptischen Anfall vorkommen kann. Daher sind die beiden Erkrankungen voneinander zu differenzieren. Die PGSD-Anfälle können durch Gluten in der Nahrung ausgelöst werden. Auch beim Menschen sind ähnliche Symptome bei Zölliakie-Patienten beschrieben. Nicht jeder Border besitzt diese Glutenunverträglichkeit, aber wenn man sicher gehen will, füttert man seinen Border Terrier einfach glutenfrei.

spongiforme Leukoenzephalomyelopathie (SLEM)

Die SLEM ist eine degenerative, neurologische Erkrankung, die vererbt werden kann. Hierbei kommt es zu Schädigungen der Nervenfasern, die zu Koordinationsstörungen, Bewegungsstörungen bis hin zu Krampfanfällen führen. Die Symptome treten schon im frühen Welpenalter auf. Da die Krankheit genetisch weiter gegeben werden kann, wird bei Zuchthunden ein Gentest durchgeführt.

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